Vorträge
Landeskunde Vortraege HERBST / WINTER 2018
Vortrag
Mittwoch, 28. Dezember 2016

10. Oktober 2018
Domchorprobesaal
Kardinal-Schwarzenberg-Haus
Kapitelplatz 3

Vortragsreihe: Zeit des Umbruchs
– Salzburg unter Leonhard von Keutschach und Matthäus Lang


PD Dr. Johannes Lang:
Matthäus Lang und Leonhard von Keutschach als Landesherren
Während die Historiographie in Leonhard von Keutschach den letzten mittelalterlichen Landesfürsten
Salzburgs erblickte, brachte man seinen Nachfolger Matthäus Lang von Wellenburg
stets mit dem Beginn der Frühen Neuzeit in Verbindung. Tatsächlich fiel die Regierungszeit
beider in eine Phase intensiven Umbruchs, die der Keutschacher sowohl geschickt als
auch rücksichtslos vorübergehend stabilisierte. Sein Nachfolger dagegen, Kardinal Matthäus
Lang, wurde vor allem in den ersten Jahren seiner Amtszeit mit schwersten Krisen konfrontiert,
die sogar den Forstbestand des geistlichen Fürstentums Salzburg gefährdeten. Obwohl
sie gegenseitige Abneigung empfanden, waren sich Keutschach und Lang in ihrem Selbstverständnis
als Landesherren nicht unähnlich.

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24. Oktober 2018
Domchorprobesaal
Kardinal-Schwarzenberg-Haus
Kapitelplatz 3

Vortragsreihe: Zeit des Umbruchs
– Salzburg unter Leonhard von Keutschach und Matthäus Lang


Mag. Jutta Baumgartner:
Hof, Burg und Residenz – höfisches Wirken im Umbruch in Salzburg an der
Wende vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit
Der Ausbau der Burg zum „Schloss“ und in der Folge zur Festung Hohensalzburg
sowie die Erweiterung bzw. der Neubau vom Bischofshof zur Residenz dürfen nicht als
rein bauliche Aufgaben der Salzburger Erzbischöfe gesehen werden. Vielmehr ist die
Stellung des Salzburger Landesherrn, die er gegenüber seinem Land und somit seinen
Untertanen (z. B. Leonhard von Keutschach), aber auch in den Beziehungen nach außen
(z. B. Matthäus Lang bis hin zu Wolf Dietrich von Raitenau), sei es zum Reich, sei es zu
den benachbarten Ländern einnimmt, damit in engem Zusammenhang zu sehen.
Die jeweilige Neuinterpretation von Herrschaft und Landesführung wird diktiert von
Selbstverständnis und Zeitgeist und manifestiert sich u. a. in einer baulichen Veränderung
des erzbischöflichen „Zuhauses“ und dessen Organisation.
Schlagworte wie Repräsentation oder Sicherheit bringen zum Ausdruck, was in der Folge
Stein auf Stein ausgeführt wird.

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14. November 2018
Domchorprobesaal
Kardinal-Schwarzenberg-Haus
Kapitelplatz 3

Vortragsreihe: Zeit des Umbruchs – Salzburg unter Leonhard von Keutschach
und Matthäus Lang


Ass. Prof. Dr. Roland Cerny-Werner:
Die Reformation in Salzburg unter Matthäus Lang
Als im letzten Jahr der 500. Jahrestag der Reformation gefeiert bzw. begangen wurde – aus
welcher Perspektive auch immer auf dieses historische Ereignis geschaut wurde – waren
auch immer wieder die Ereignisse im Fürsterzbistum Salzburg im Zentrum der Betrachtungen.
Immerhin waren die Begebenheiten vor einem halben Jahrtausend in Salzburg nicht
weniger dramatisch, als in vielen anderen Landstrichen des damaligen Reiches.
Der Beichtvater Luthers – der spätere Abt von St. Peter – Johann von Staupitz, den teilweise
heftig-antireformatorischen Erzbischöfen Lang und Keutschach, bis hin zu den politisch
diesbezüglich ambivalenten Entwicklungen unter Erzbischof Raitenau, kennzeichneten das
Jahrhundert der Konfessionalisierung und wiesen den Weg in die Zeit der Gegenreformation,
die letztlich für Salzburg ein Ende und einen gleichzeitigen Höhepunkt erst mit der
Zwangsmigration der Salzburger Protestanten unter Erzbischof Firmian im Jahr 1731/32
fand.
Der Vortrag versucht eine Engführung des Themas „Reformation in Salzburg“ auf die Jahre
des Wirkens Luthers und die Reaktion der Mehrheitskirche zu vermeiden und wird den Blick
auch auf die dramatischen Nachwirkungen der Reformation in Salzburg im 18. Jahrhundert
lenken.

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28. November 2018
Salzburger Landesarchiv
Michael Pacher-Straße 40
Jahreshauptversammlung

Buchpräsentation „Salzburg 1918/1919.
Vom Kronland zum Bundesland“


Dr. Oskar Dohle und Dr. Thomas Mitterecker:
Dieser reich illustrierte Sammelband mit Aufsätzen namhafter Expertinnen und Experten
beleuchtet aus verschiedensten Blickwinkeln den Zeitraum vom Sommer 1918 bis zu den
ersten Wahlen im April 1919 im heutigen Bundesland Salzburg. Neben den drängenden
Problemen jener Monate, von der Versorgung der Bevölkerung mit den nötigsten Gütern des
täglichen Bedarfs bis hin zur labilen Sicherheitslage, waren jene Monate aber auch geprägt
von personellen, institutionellen und politischen Kontinuitäten auf dem Weg Salzburgs vom
Kronland zum Bundesland.
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12. Dezember 2018
Seminarraum Archiv der Erzdiözese Salzburg
Kapitelplatz 3

Dr. Eva Neumayr:
200 Jahre „Stille Nacht, heilige Nacht“

Die erste Aufführung von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ durch Franz Xaver Gruber und Joseph
Mohr in der Nikolauskirche in Oberndorf jährt sich heuer zum 200. Mal. Danach erfuhr dieses
Lied eine überraschend schnelle Verbreitung über die ganze Welt, die Geschichte seiner
Entstehung ist aber eine Reise in die Salzburger Musikgeschichte der einfachen Leute: der
Lehrer, Organisten und Musiker, die die Musik an den Pfarrkirchen gestalteten. Das musikalische
Umfeld von Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr, die Bedingungen, unter denen das
Lied geschaffen wurde und die Verbreitung sollen in diesem Vortrag einmal mehr beleuchtet
werden.



 
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