Startseite arrow Aktuell
Aktuelle Termine und Veranstaltungen befreundeter Museen und Vereine
bis 01.07.2019 - Sonderschau - Dahoam im Wandel der Zeit: 200 Jahre Lebensraum Salzburg

AUSSTELLUNG · HAUS DER NATUR
bis 1. Juli 2019, Museumsplatz 5, 5020 Salzburg
Dahoam im Wandel der Zeit: 200 Jahre Lebensraum Salzburg

Seit 200 Jahren gehört Salzburg zu Österreich. In dieser Zeitspanne haben weltweit die wohl umfassendsten Veränderungen der Menschheitsgeschichte stattgefunden. Die Ausstellung spannt einen facettenreichen Bogen vom globalen Kontext bis hin zu den vielfältigen Entwicklungen in Salzburgs Landschaft. Sie erzählt Geschichten dramatischer Veränderungen, aber auch Erfolgsgeschichten, die zeigen, dass Handeln zur Bewältigung von Problemen führt.

 
bis 30.04.2019 - Ausstellung - Erzaehl mir Salzburg

AUSSTELLUNG · SALZBURG MUSEUM
bis 30. April 2019, Neue Residenz, Obergeschoß, Mozartplatz 1
Erzähl mir Salzburg. Eine Ausstellung über Salzburger Kunst- und Kulturgeschichten

Eine Ausstellung über Salzburger Kunst- und Kulturgeschichte(n)
Die Sonderausstellung „Erzähl mir Salzburg!“ rückt Ereignisse und Personen aus zwei Jahrhunderten in den Fokus und liefert damit Einblicke in Salzburgs Kunst- und Kulturgeschichte. Alle erzählten Geschichten haben ihren Ausgang zwischen 1816 und 2016: Zugleich reichen sie weit in die Vergangenheit zurück oder hatten weitreichende Folgen für die Zukunft. BesucherInnen erhalten – von Raum zu Raum und von Thema zu Thema wandernd – die Möglichkeit, sich aus ungewöhnlichen Blickwinkeln und anhand unterschiedlicher Erzählweisen Salzburg und seiner Geschichte anzunähern.

Die zwölf Historien und Histörchen im Überblick
Wahrlich Sagenhaft! Salzburger Sagenwelt und ihr Verhältnis zur Geschichte
Spurensuche in der Vergangenheit – Salzburg entdeckt seine Geschichte
„Stille Nacht! Heilige Nacht!“ – Was ein Lied erzählt und über seine Zeit verraten kann
Auf den Spuren von Haydn und Mozart: Bericht zur Salzburger Musikgeschichte
Unter dem Protektorat der Kaiserin-Witwe Caroline Auguste: Salzburg erzählt seine Geschichte im eigenen Museum!
Zeitschnitte 1866 und 1916 – Bilder der Veränderung 
Zurück in die Zukunft: Salzburger Utopien der Zwischenkriegszeit I und II
Salzburg und der Nationalsozialismus – Das schwere Erbe der Geschichte
Wotruba und Thorak – Ein Salzburger Gipfeltreffen besonderer Art
Kunst im Zeichen des Kalten Kriegs – oder wie in Salzburg die „kulturbolschewistische Atombombe“ gezündet wurde
Zwei Tage angesichts des Wolkenküchenbergs (Peter Handke) – literarische Salzburg-Bilder
Lisl Ponger: Das Museum im Museum

 

Kuratorinnen und Kuratoren:
Dr. Christian Flandera
Mag. Werner Friepesz
Mag. Barbara Hagen-Walther
Dir. Dr. Martin Hochleitner
Mag. Peter Husty
Dr. Ernestine Hutter
Dr. Raimund Kastler
Dr. Wilfried Kovacsovics
Dr. Gerhard Plasser
Dr. Nikolaus Schaffer
Mag. Urd Vaelske
Dr. Holger Wendling
 
bis 01.10.2018 - Ausstellung - Himmelsbilder: Astrofotografie am Haus der Natur

AUSSTELLUNG · HAUS DER NATUR
bis 1. Oktober 2018, Museumsplatz 5, 5020 Salzburg
Himmelsbilder: Astrofotografie am Haus der Natur

Leidenschaft und Geduld sind nötig, um das Licht der Sterne einzufangen – von technischem Know-how einmal ganz abgesehen. Aber wenn es gelingt, entstehen atemberaubende Ansichten von weit entfernten Galaxien, unwirklich schönen Nebeln oder flüchtigen Kometen. Viel Poesie steckt in der Sonderausstellung „Himmelsbilder“, in der uns die Fotografen der Arbeitsgruppe für Astronomie am Haus der Natur die Schönheit und Unendlichkeit unseres Universums vor Augen führen.

 
bis 07.10.2018 - Ausstellung - Es war einmal... Maerchenwelten

AUSSTELLUNG · SPIELZEUG MUSEUM
bis 7. Oktober 2018, Bürgerspital
Es war einmal… Märchenwelten

Märchen haben für Kinder eine besondere Bedeutung. So entführt eine Sonderausstellung im Spielzeug Museum ab Oktober in diese zauberhafte Welt der Märchen. Sowohl die Ausstellungsgestaltung als auch die vielen Zinnfiguren, Hörstationen und Handpuppen werden die Fantasie der kleinen und großen Gäste beflügeln. Ein Großteil der Auswahl stammt aus der Feder der Gebrüder Grimm. Die einzelnen Themen sind in spannenden Märchenhäuschen aufbereitet.
Bereits am Beginn der Ausstellung "ES WAR EINMAL ... Märchenwelten" steht ein Häuschen, das durch eine dicke Hecke geschützt wird. Darin wartet Dornröschen in Form einer bezaubernd schönen Puppe aus der Sammlung des Spielzeug Museum.
In weiteren Häuschen im Märchenwald werden Hänsel und Gretel, Schneewittchen und Rotkäppchen vorgestellt. Dabei kommen Objekte der Sammlung zum Einsatz. Die Geschichte von Rotkäppchen wird anhand von Zinnfiguren erzählt. Von Schneewittchen und den sieben Zwergen berichtet ein uraltes Comic. Und bei Hänsel und Gretel kann das Geheimnis des Knusperhäuschens erforscht werden. Ein Knochenspiel kann ausprobiert werden.
Eines der Häuser hebt sich ab. Bei genauer Betrachtung ist es eher ein Zelt. Im Inneren wird man in die orientalische Welt von „Aladin“ entführt. Auf einem Teppich fliegen kann man zwar nicht, dafür aber direkt in eine Geschichte von helfenden Geistern eintauchen. Was diese Geister wohl zu erzählen haben? Das gilt es ab 21. Oktober 2017 im Spielzeug Museum herauszufinden.

 

 
bis 23.09.2018 - Ausstellung - Die Kunstkammer Wuerth im Domquartier Salzburg

AUSSTELLUNG · DOMQUARTIER SALZBURG/NORDORATORIUM
18. Mai bis 23. September 2018, Residenzplatz 1/Domplatz 1a
Die Kunstkammer Würth im Domquartier Salzburg

Ab 18. Mai 2018 zeigt sich im DomQuartier Salzburg eine Facette der Sammlung Würth, die angesichts der zahlreichen Sammlungsauftritte zur Kunst der Moderne und der Gegenwart im In- und Ausland bislang weniger deutlich in der öffentlichen Wahrnehmung hervorgetreten ist: die Kunstkammer Würth.
Obgleich eine Auswahl der Kleinode aus der Sammlung des Industriellen, Kunstsammlers und Mäzens Reinhold Würth bereits seit 2005 in idealer Weise die Sammlung des Bode-Museums auf der Berliner Museumsinsel ergänzen und 2003 sowie 2015 in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall temporär bewundert werden konnten, ist ihre Zurschaustellung immer noch eine Besonderheit. Angesichts dieser Tatsache erscheint eine Gastausstellung im DomQuartier Salzburg umso attraktiver.
Die Kunstkammern, die in Europa ab dem 16. Jahrhundert entstanden, werden gerne als Urformen des Museums angesehen. Es wurde gesammelt, was kostbar und interessant war. So wundert es nicht, dass die Bestände der bedeutenden fürstlichen Kunstkammern heute große Museen bereichern. Die Meisterwerke der Sammlung Würth stammen aller Wahrscheinlichkeit nach aus ehemaligen Kunstkammern. Ihre Zusammenschau schlägt eine Brücke zu dieser historischen Form des Sammelns. Als Kollektion vermitteln die Prunkstücke von Leonhard Kern bis Balthasar Permoser ein eindrückliches Bild vergangener wie heutiger Sammelpassion.
Die Sammellust jener Zeit konnte sich an der präzisen Mechanik eines eisernen Schlosses genauso entfachen wie an geradezu atemberaubenden elfenbeinernen Drechselarbeiten. Die uns eigene kunsthistorische Fixierung auf Skulptur, Architektur und Malerei war noch nicht vollzogen und die großen einflussreichen Helden der Florentiner Frührenaissance, wie Filippo Brunelleschi, Lorenzo Ghiberti oder Donatello, waren gelernte Goldschmiede.
Handelsschiffe brachten seit der Entdeckung Amerikas und der Landung der Portugiesen in Indien nicht nur Edelsteine und Gewürze nach Hause, sondern auch Exotisches aus Fauna und Flora, was Kunsthandwerker zu kreativen Wunderwerken inspirierte. Denn die exotischen Trouvaillen waren nicht bloße Materialien, sie waren auch Ausgangspunkt und Inspiration für höchst artifizielle Kreationen, in denen die für Kunstkammerobjekte so typische Verbindung von Naturalia und meisterhafter Handwerkskunst deutlich zutage treten konnte. Beliebt waren etwa Concilien, Schalen von Meerestieren aller Art, unter denen das hell schimmernde Perlmuttgehäuse der aus dem südwestlichen Pazifik stammenden Nautilusschnecke herausragt. Von Amsterdam aus gelangten die kostbaren Nautilusschalen in die europäischen Goldschmiedezentren, in denen sich bald schon Nautilusexperten herausgebildet hatten, die die Schalen mit kleinplastischem Schmuck verzierten. Allein schon durch ihre Form schienen die Objekte prädestiniert, als Pokale und Gießgefäße genutzt zu werden, wie das eindrucksvolle, in Silber gefasste und teilweise vergoldete Exemplar der Sammlung Würth belegt, das vom Nürnberger Meister Johannes (I.) Clauss gefertigt wurde.
Große Nachfrage bestand im 17. Jahrhundert auch nach Elfenbein, das die ostund westindischen Handelskompanien vor allem aus Afrika herbeischafften, um die in Mode gekommene, hoch spezialisierte Technik des Drechselns zu ermöglichen. Als Récréation gehörte das Elfenbeindrechseln sogar zum akzeptierten Kanon hochadeliger Kunstübung, die sich auch architektonisch im Raumtypus hofeigener Drechselkammern niederschlug. Und mehr noch: Vor dem Hintergrund eines mechanistischen Weltbildes, das Gott als den größten Drechsler pries, offenbarten Fürsten in dieser Tätigkeit ihr eigenes Selbstverständnis. Aufgrund seiner sinnlichen Anmutung, des zarten Glanzes und der feinen, belebenden Maserung wurde Elfenbein auch gerne für figürliche Darstellungen verwendet, von denen die Sammlung Würth insbesondere in den Werken des Hohenlohers Leonhard Kern herausragende Beispiele besitzt.

 

 
bis 23.04.2018 - Ausstellung - Zurueckgeholt

AUSSTELLUNG · DOMQUARTIER SALZBURG
bis 23. April 2018, Residenzplatz 1
Zurückgeholt

Highlights der kleinen Präsentation sind der von Albert Christoph Dies für die Gemäldegalerie Fürsterzbischof Colloredos geschaffene Salzburg-Zyklus und der von Fürsterzbischof Wolf Dietrichs Hofmaler Kaspar Memberger d. Ä. ausgeführte Arche-Noe-Zyklus. Ergänzt wird die Schau durch Gemälde, die 2017 im Zuge der Auseinandersetzung um das Vermögen zwischen Bund und Land Salzburg auf Initiative des Landeshauptmannes Dr. Wilfried Haslauer dem Land Salzburg übertragen wurden und von der Residenzgalerie Salzburg verwaltet werden.

Künstler: Elias van den Broeck, Pompeo Calvi, Albert Christoph Dies, Anton oder Gabriel Joseph Faistenberger, Gregorio Fidanza, Kaspar Memberger d. Ä., August Theodor Schöfft u. a.

Konzept & Kuratorin: Mag. Astrid Ducke

 

 
bis 23.04.2018 - Ausstellung - Wolf Dietrich. Auf den Spuren des Fuersterzbischofs

AUSSTELLUNG · DOMQUARTIER SALZBURG
bis 23. April 2018, Residenzplatz 1
Wolf Dietrich von Raitenau. Auf den Spuren des Fürsterzbischofs im Domquartier Salzburg

2017 jährt sich Wolf Dietrichs Tod zum 400. Mal. Gestorben am 16. Jänner 1617, zählt der Fürsterzbischof zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten der Salzburger Geschichte. An der Wende zu einer neuen Epoche, dem Barock, lässt der Raitenauer den fürsterzbischöflichen Sitz im Herzen der Stadt in neuem Glanz erstrahlen. Italienische Leichtigkeit in Architektur, Malerei und Plastik wird durch eine prunkvolle Hofhaltung ergänzt. Und so steigt Salzburg um 1600 neben dem kaiserlichen Hof in Prag und dem 1623 zur kurfürstlichen Residenzstadt erhobenen München zu den bedeutendsten Kunstzentren Mitteleuropas auf. Teile des Gebäudekomplexes beherbergen heute das DomQuartier Salzburg, dass das Todesjahr zum Anlass nimmt, mit einer Ausstellung dem Landesfürst zu gedenken. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau steht am Anfang von Salzburgs prunkvollem Weg in den europäischen Barock.

Die Ausstellung bietet ein Gesamterlebnis zur Person Wolf Dietrichs und umfasst das gesamte DomQuartier Salzburg und inkludiert an Sams-, Sonn- und Feiertagen die Landkartengalerie im Toskanatrakt (Universität Salzburg; Zugang über die Räumlichkeiten des DomQuartiers).

Themenbereiche
Bauherr, Fürst, Zeremoniell, Antike, Herrschaftsgedanke, Italien, Wappen, Person, Sammler, Künstler, Visionär, Erzbischof, Kunstmäzen, Wirtschaft, Musik, Privat, Gefangenschaft und Tod

Objektauswahl
Museen des DomQuartiers sowie weitere Leihgeber aus Salzburg. Es werden Objekte aus allen Bereichen der bildenden Kunst zu sehen sein.

Die Landkartengalerie im Toskanatrakt ist dank der Unterstützung der Universität Salzburg an Sams-, Sonn- und Feiertagen während der Öffnungszeiten des DomQuartiers über die Prunkräume der Residenz zugänglich. Folgend die genauen Termine:

Sa. 25. 11., So. 26. 11. 2017
Sa. 2. 12., So. 3. 12. 2017
Fr. 8. 12., Sa. 9. 12., So. 10. 12. 2017
Sa. 16. 12., So. 17. 12. 2017
Sa. 23. 12. 2017 (So. 24. 12. ist das Museum geschlossen) – Mo. 1. 1. 2018
Sa. 6. 1., So. 7. 1. 2018
Sa. 13. 1., So. 14. 1. 2018
Sa. 20. 1., So. 21. 1. 2018
Sa. 27. 1., So. 28. 1. 2018
Sa. 3. 2., So. 4. 2. 2018
Sa. 10. 2., So. 11. 2. 2018
Sa. 17. 2., So. 18. 2. 2018
Sa. 24. 2., So. 25. 2. 2018
Sa. 3. 3., So. 4. 3. 2018
Sa. 10. 3., So. 11. 3. 2018
Ostern sowie die beiden Wochenende davor scheiden wegen der Antiquitätenmesse aus
Sa. 7. 4., So. 8. 4. 2018
Sa. 14. 4., So. 15. 4. 2018
Sa. 21. 4., So. 22. 4. 2018

 

Ausstellungsgestaltung
Die Wegführung beginnt im Hof der Residenz und führt über die Prunkräume, die Landkartengalerie, die Residenzgalerie, das Nordoratorium und die Lange Galerie bis zum Museum St. Peter. Themenbereiche mit Objekten, die mit Wolf Dietrichs zusammenhängen, begleiten den Besucher durch das gesamte DomQuartier. Sowohl in der Residenzgalerie als auch im Nordoratorium werden Ausstellungsschwerpunkte gesetzt. Individualbesucher und Gruppen können das Leben und Schaffen des Fürsterzbischofs ergehen.

Broschüre
Zur Ausstellung erscheint ein kleiner Katalog. Autoren sind die Kuratoren des DomQuartiers sowie Experten zu den einzelnen Themenbereichen. Der inhaltliche Aufbau folgt dem Ausstellungskonzept.

Spezialführungen
Die Ausstellung wird durch Spezialführungen durch das DomQuartier und den angrenzenden Gebäudeteilen ergänzt. Ein Museumspädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche wird entwickelt.

Gesamterlebnis
Die Ausstellung widmet sich 30 Jahre nach der großen Landesausstellung einem der wichtigsten Kapitel der Salzburger Kunst- und Kulturgeschichte. Das DomQuartier nutzt wesentliche Gebäudeteile, die unter Wolf Dietrich entstanden sind und beherbergt zahlreiche Kunstschätze aus der Zeit um 1600.

Idee, Konzept, Organisation und Kuratoren
Astrid Ducke, Thomas Habersatter

 

 
bis 22.04.2018 - Ausstellung - Raum und Fotografie

AUSSTELLUNG · MUSEUM DER MODERNE – MÖNCHSBERG
bis 22. April 2018, Museum der Moderne, Mönchsberg 32
Raum und Fotografie

 In dieser Ausstellung wird vielfältigen Bezügen von Raum und Fotografie nachgegangen. Standen in der Frühzeit der Fotografie technische und bildnerische Möglichkeiten im Vordergrund, erweiterten ab den 1960er-Jahren Künstler_innen ihr Verhältnis zu „Raum“ auf soziale und konzeptuelle Themen. Die Ausstellung reicht von 1860 bis heute und zeigt Werke von 35 Künstler_innen: ausgehend von einer begehbaren Camera obscura, in der das Licht der Salzburger Altstadt zum projizierten Bild wird, bis hin zu der Installation How Not to Be Seen von Hito Steyerl aus 2013.
n sechs Kapiteln wird exemplarisch die sich verändernde Sichtweise auf und in den Raum vorgestellt. Frühe Bildverfahren und experimentelle Fotografie stehen am Anfang der Ausstellung. Im technikbegeisterten 19. Jahrhundert entstanden neue Methoden, um mit den Möglichkeiten der Kamera menschliche Sichtweisen und räumliches Sehen zu imitieren. Das änderte sich im frühen 20. Jahrhundert, als das sogenannte „Neue Sehen“, entstanden durch die Entwicklung moderner Kameratechniken, und das „Neue Bauen“ miteinander korrespondierten, wie beispielsweise in den Arbeiten des Bauhauslehrers László Moholy-Nagy. Der architektonische Raum wurde von den neusachlichen Fotograf_innen zum Anlass für experimentelle Bildkonzepte genommen, die eine Erweiterung der Seheindrücke darstellten. Die anschließenden Kapitel befassen sich mit dem gebauten Raum und dem Einfluss von Architektur auf die Gesellschaft. Die Expansion der Städte, die Entstehung von Randbezirken und Wohntürmen sind Themen der Arbeiten des Konzeptkünstlers Stephen Willats und des Fotografen Wolfgang Tillmans. Seine Videoinstallation Book for Architects, die 2014 auf der Architekturbiennale in Venedig vorgestellt wurde, zeugt von der Faszination, die das Leben in der Stadt und die divergenten gestalterischen Einzelentscheidungen auf den Künstler haben. Mit dem Film The Forgotten Space von Allan Sekula und Noël Burch aus dem Jahr 2010, Arbeiten von Santu Mofokeng und Dayanita Singhs Museum of Chances von 2015 widmet sich der dritte Ausstellungsteil den Grenzen in politischen Systemen, Wirtschaftsräumen und solchen, die vor allem virtuell bestehen.
erke von Philip Kwame Apagya, Herbert Bayer, Giacomo Brogi, Franz Bergmüller Jindřich Eckert, Hans-Peter Feldmann, Seiichi Furuya, Isa Genzken, Johannes Gramm, Birgit Graschopf, Florence Henri, M. Hoffmann, Kenneth Josephson, Wolfgang Kudrnofsky, Georges Lévy & Moyse Léon, Werner Mantz, Ingrid Martens, Santu Mofokeng, László Moholy-Nagy, Negretti & Sambra, Beaumont Newhall, Gregor Sailer, Alfons Schilling, Allan Sekula, Dayanita Singh, Margherita Spiluttini, Hito Steyerl, Sasha Stone, Clare Strand, Yutaka Takanashi, Wolfgang Tillmans, Umbo, Felix Weber, Stephen Willats

Kuratorin: Christiane Kuhlmann, Kuratorin für Fotografie und Medienkunst
Kuratorische Assistent_innen: Tina Teufel und Peter Schreiner

 
bis 28.10.2018 - Ausstellung - Matthias tanzt

AUSSTELLUNG · VOLKSKUNDE MUSEUM
24. März bis 28. Oktober 2018, Monatsschlössl Hellbrunn
Matthias tanzt

Kunst und Wissenschaft treten in Dialog und eröffnen verschiedene Zugänge zu einem Salzburger Brauch: Das Trestern ist ein Reigentanz mit Stampf- und Sprungschritten, der in Stuben und Gasthäusern, eingerahmt von weiteren Perchtenfiguren, um den 5. Jänner im Pinzgau aufgeführt wird.
Außerdem ist er auf Bühnen und in der Stadt Salzburg zu sehen. Die ausschließlich männlichen Akteure tragen rote Kostüme mit prächtigen bänderbesetzten Hüten, die mit Hahnenfedern geschmückt sind.
Im Zentrum der Ausstellung steht die Auseinandersetzung des Künstlers Thomas Hörl mit dem Tresterertanz. Er interpretiert historische Dokumente aus gegenwärtiger künstlerischer Sicht: Foto-, Film- und Tonaufzeichnungen, die zwischen 1898 und 1939 mit Matthias Eder als Vorpercht angefertigt wurden. Für ihn und mit ihm entsteht eine bühnenartige Installation, die den Tanz an neue soziale, zeitliche und kulturelle Orte transferiert. Das Ausstellungspublikum ist eingeladen, auf diesem Catwalk zu zwei DJ-Bearbeitungen (Cherry Sunkist und das_em) der Tonaufnahmen selbst zu tanzen.
In einem weiteren Teil der Ausstellung wird die wissenschaftliche Spurensuche nach den Ursprüngen, den Aufführungsweisen und dem oftmaligen Bedeutungswandel des Tresterertanzes offengelegt. Seine Geschichte verläuft nicht linear; sie ist ein Puzzlespiel, das höfische Feste und den Karneval von Venedig aufblitzen lässt. Schriftliche Dokumente, Grafiken und Fotografien ermöglichen es den Besucherinnen und Besuchern, eigene Sichtweisen auf den Brauch zu entwickeln und zu reflektieren. Die ältesten in musealen Sammlungen erhaltenen Tresterer-Kostüme werden erstmals gemeinsam in einer Ausstellung gezeigt.
Diese Ausstellung verortet das Tresterertanzen unterschiedlich: als kreatives Gestalten, als statisches Bewahren und identifikatorisches Bewerten sowie als Ort des Sezierens nach verschiedenen Aspekten.
Eine Kooperation des Volkskundemuseums Wien mit dem Salzburger Landesinstitut für Volkskunde und dem Verein zur Förderung des Salzburger Landesinstitutes für Volkskunde.

 

 
bis 12.08.2018 - Ausstellung - Die Himmelsscheibe von Nebra

AUSSTELLUNG · KELTENMUSEUM HALLEIN
2. Februar bis 12. August 2018, Pflegerplatz 5, 5400 Hallein
Aus der Tiefe geboren – Die Himmelsscheibe von Nebra


Kurzinformation
Während der Bronzezeit, im 2. Jahrtausend v. Chr. war die Region Salzburg ein Zentrum der Welt. Die Kupferlagerstätten des Mitterberg-Reviers um Bischofshofen versorgten große Teile Mitteleuropas mit dem wertvollen Rohstoff und führten die Region zu wirtschaftlicher Blüte. Auch die weltberühmte „Himmelsscheibe von Nebra“, die um 1500 v. Chr. im 600 km entfernten Sachsen-Anhalt im Boden deponiert wurde, besteht aus Mitterberger Kupfer. In einer Sonderausstellung in Kooperation mit dem Ausstellungszentrum „Arche Nebra“ wird der Weg des Kupfers von der Lagerstätte bis in den Norden, vom Rohstoff bis zum Fertigprodukt nachgezeichnet. Sie schildert die faszinierende Welt des bronzezeitlichen Bergbaus mit Originalfunden aus den Stollen des Kupferreviers und präsentiert die astronomischen und kultischen Geheimnisse der Himmelsscheibe, deren ‚Masterkopie‘ das Prunkstück der Ausstellung ist.

Kuratorisches Statement
Die Himmelsscheibe von Nebra, die 1999 von kriminellen Raubgräbern im Zentrum des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalts gefunden wurde, ist eines der spektakulärsten Objekte der europäischen Urgeschichte. Die flache Kupferscheibe ist mit Goldauflagen verziert, die Gestirne, Sonne und Mond sowie bootsartige Objekte darstellen. Form und Position dieser Auflagen legen nahe, dass es sich um die realistische, genau bemessene Wiedergabe des nächtlichen Sternenhimmels der Zeit um 1500 v. Chr. handelt. Die Mondsichel, ihr Bezug zur Sonnenscheibe, vor allem aber das Sternbild der Plejaden  zeigen, dass die Himmelsscheibe als astronomisches Instrument zur Bestimmung präziser Kalenderdaten eingesetzt wurde. Nach dem Ende dieser Funktion  wurde sie eine Zeit lang als Kultobjekt verwendet und schließlich zusammen mit weiteren Objekten in der Erde deponiert.
Die modernen archäologischen und naturwissenschaftlichen Analysen der Himmelsscheibe erbrachten den Nachweis, dass sie aus Kupfer hergestellt worden war, das aus dem Bergbaurevier um Bischofshofen im Land Salzburg stammte. Seit dem Beginn der Bronzezeit um 2000 v. Chr. förderte man hier den in ganz Europa begehrten Rohstoff zur Herstellung von Waffen, Werkzeugen, Geräten und Schmuck. Das Mitterbergrevier gilt daher als eines der wichtigsten europäischen Bergbauzentren, indem sich Wirtschaftskraft, politische Macht und militärische Stärke konzentrierten. Die Kombination dieser sozio-ökonomischen Faktoren spiegelt sich sinnfällig im Depotfund vom Pass Lueg, in dem der weltberühmte Helm, Bergbauwerkzeuge und Rohstoffe an einem wichtigen Verkehrsweg vereint sind.
Der Fundort der Himmelsscheibe und die Herkunft ihrer Rohstoffe zeigen, dass sich das Netzwerk der bronzezeitlichen Eliten folglich über gewaltige Distanzen spannte und vermutlich auch der Verbreitung technologischer Impulse, mentaler Konzepte und Ideen diente. Die Ausstellung will diesen Mustern überregionaler Kontakte nachgehen und präsentieren, wie der wirtschaftliche, soziale und ideelle Austausch zwischen weit entfernten Gesellschaften der europäischen Bronzezeit stattfand. Auf diese Weise soll der Weg des Kupfers von den Lagerstätten der Inneralpen bis zum fertigen Kultobjekt und Instrument nachvollzogen werden. Der hohe Stand der damaligen Technik zeichnet sich sowohl in den komplexen Abbau- und Aufbereitungsmechanismen des Mitterberger Montanreviers, als auch in den komplexen mathematisch-astronomischen Inhalten der Himmelsscheibe ab. Als Herrschaftswissen dienten beide Komponenten der Macht und Kontrolle bronzezeitlicher Eliten.
 
Kuratierung: Bettina Pfaff M.A. (Nebra), Dr. Holger Wendling M.A

 
bis 01.07.2019 - Ausstellung - Salzhochburg Hallein
AUSSTELLUNG · HAUS DER NATUR
bis 1. Juli 2019, Museumsplatz 5, 5020 Salzburg
DAHOAM IM WANDEL DER ZEIT: 200 JAHRE LEBENSRAUM SALZBURG

weiter …
 
© 2018
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.