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BUCHPRÄSENTATION - Zwischen den Dingen

Buchpräsentation:

Donnerstag, 26. September 2019

In der Residenzgalerie / DomQuartier Salzburg


Publikation der Forschungsstelle Residenzgalerie des Landes Salzburg:


Gabriele Groschner

Zwischen den Dingen 

Zwei Stillleben von Jan und Cornelis de Heem


Residenzverlag

ISBN 978 3 7017 3487 0

Preis: 20,- Euro

Stilllebenmalerei „Zwischen den Dingen“

Jan und Cornelis de Heem, Vater und Sohn, gelten als Großmeister des sinnlichen Augenschmauses und der malerischen Erschließung der Welt.

Jan Davidsz. de Heem (1606-1684) ist ein Künstler internationalen Ranges und die zentrale Figur der Stilllebenmalerei sowohl Hollands als auch Flanderns im 17. Jahrhundert. Einer seiner erfolgreichsten Nachfolger ist sein Sohn Cornelis de Heem (1631-1695), der das väterliche Vorbild mit eigenständigen Erfindungen und naturgetreuen Details bestechend umsetzt. Jan de Heem findet seine künstlerischen Wurzeln in der reduzierten, tonalen Malerei der Leidener Schule. Sein Interesse an Licht und der malerischen Textur entwickelt er im Umfeld Rembrandts. Später in Flandern wird er zum zentralen Star des opulenten flämischen Prunkstilllebens. Jan de Heem entwickelt zudem neue Gattungen und Kompositionsschemata der Stilllebenmalerei.

Das Buch widmet sich neben biografischen, historischen, philosophischen und ikonografischen Fragen insbesonders dem Raumerlebnis der beiden Stillleben von Jan und Cornelis de Heem jenseits unserer gewohnten perspektivischen Sehgewohnheit, und verdeutlicht ein zeitlos spannendes barockes Weltbild durch eine ausgeklügelte Anordnung scheinbar einfacher Dinge. 


Als Besonderheit zeigt das Salzburger Imbiss-Stillleben die gekonnte Verbindung von opulentem flämischen Kunstgeschmack mit der verhaltenen sachlichen Manier Hollands: 1642 in Flandern als Auszug aus den großen Prunkstillleben entstanden, zeigt es eine Reminiszenz an seine Anfänge in Leiden (Holland). Die erste Version des Bildes, die uns heute durch eine Schülerkopie bekannt ist, ist eine spannende und kühne Komposition, die er ca. 10 Jahre in den heutigen Zustand veränderte. Die Dokumentation seiner speziellen Malweise und des Farbauftrags fließen, gemeinsam mit Ergebnissen neuerer flämischer Forschungsarbeiten in diese Publikation mit ein. Zudem kann mit 3D-Animationen der gesamte Bildraum erfasst und analysiert werden.



Interessierte können der wissenschaftlichen Arbeit auf dem Forschungs-Blog http://tonalmalerei.hypotheses.org folgen.

 
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